Schutzwald im Rampenlicht: Große mediale Resonanz auf die "Woche des Schutzwaldes 2026"

Schutzwald in den gesellschaftlichen Fokus stellen

Aufgrund der enormen Bedeutung des Schutzwaldes in Österreich hat das Forstwirtschaftsministerium die „Woche des Schutzwaldes“ ins Leben gerufen. Von 5. bis 9. Oktober 2026 fanden bundesweit, regionale und medienwirksame Aktivitäten statt, die vom Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) gemeinsam mit dem Schutzwaldzentrum, Österreichischen Schutzwaldverein und den Partnern Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV), Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und den Landesforstdiensten fachlich begleitet und unterstützt wurden.

Gemeinsam mehr für den Schutzwald erreichen

Ziel dieser Themenwoche war die Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung des Schutzwaldes in Österreich und seiner vielfältigen Wirkungen. Im Fokus stand der Schutz vor Naturgefahren, darüber hinaus wurden auch die vielfältigen Waldfunktionen für die Wasserressource, das Klima und saubere Luft, die Erhaltung des Bodens sowie für die Biodiversität dargestellt.

Die zahlreichen Aktionen in ganz Österreich umfassten Präsentationsveranstaltungen, Themenwanderungen, Aktivitäten mit Kindern und Schulklassen, Fachtagungen und Presse- und Medienauftritte.

Die Woche des Schutzwaldes ist Teil des Aktionsprogramms „Wald schützt uns!“ und der „Strategischen Ausrichtung der Schutzwaldpolitik bis 2030“ der Bundesregierung.

Ideen und Hintergrund zur Woche des Schutzwaldes

Das Format ist in den letzten Jahren zu einem fixen Baustein der österreichischen Schutzwaldpolitik geworden. Die Themenwoche verfolgt mehrere Ideen:

  • Den gesellschaftlichen Dialog über die Rolle von Schutzwäldern stärken.

  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung über Naturgefahren, Wert des Schutzwaldes und deren Erhalt für die Gesellschaft forcieren.

  • Den fachlichen Austausch zwischen Behörden, Forschung, Forstbetrieb, Gemeinden, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer mit der Bevölkerung ermöglichen.

  • Neue Impulse und Projektideen generieren.

  • Netzwerke zwischen Akteurinnen und Akteure in Österreich und über die Ländergrenzen hinweg festigen.

Als Vorbild dienten die "Wochen des Schutzwaldes" aus den Jahren 2023, 2024 und 2025.

Für 2026 wurde dieses Konzept weiterentwickelt und ausgebaut, um noch mehr Kooperationspartner zu integrieren und fachlich tiefer zu gehen.

Schutzwaldreferententagung 2026: Auftakt mit Fokus auf Strategien und Kooperation

Zum offiziellen Auftakt der "Woche des Schutzwaldes" fand am 5. Oktober 2026 die traditionelle Schutzwaldreferententagung statt. Im heurigen Jahr als Online-Meeting. Bei dieser jährlich abgehaltenen Fachtagung lädt die Abteilung III/4 (Wildbach- und Lawinenverbauung, Schutzwaldpolitik und Waldbrandprävention) des BMLUK die Schutzwaldreferentinnen und -referenten der Bundesländer sowie die Kooperationspartner des Schutzwaldzentrums und Expertinnen und Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) zum gemeinsamen Austausch ein.

Ziel war es, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren, innovative Ansätze (Schutzwaldprojekte) vorzustellen und die Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg zu stärken.

Aktivitäten der Länder und Kooperationspartner – ein vielseitiges Programm

Parallel zu den zentralen Veranstaltungen engagierten sich die einzelnen Landesforstdienste, das Schutzwaldzentrum und seine Kooperationspartner mit zahlreichen Aktionen, um das Thema Schutzwald vor Ort erlebbar zu machen. 

Einige Beispiele und Schwerpunkte aus den Ländern:

  • Vorträge, Fachbeiträge und Workshops in den Regionen

  • Exkursionen und Waldbegehungen mit Fokus auf regionale Schutzwälder und Bannwälder

  • Informationsstände, Ausstellungen und Posteraktionen 

  • Schulprojekte und Bildungsmaßnahmen: Führungen und Aufforstungsaktionen für Schulklassen, Unterrichtseinheiten zum Thema Naturgefahren und Schutzwald

  • Kommunikationsinitiativen in den Medien: Publikationen, Radio-/TV-Beiträge, Online-Informationskampagnen

Die Vielfalt der Aktionen spiegelt die Bedeutung der Schutzwaldpolitik in Österreich wider – zugleich macht sie deutlich, dass jede Region ihren eigenen Schwerpunkte und Herausforderungen hat.

Aktionen in der Woche des Schutzwaldes

Hier finden Sie einen Überblick über zahlreiche Aktionen aus der "Woche des Schutzwaldes 2026". Besonders erfreulich ist, dass im heurigen Jahr so viele Aktionen wie noch nie im Rahmen der Themenwoche stattgefunden haben.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit Ihrem Einsatz und Ihrer Unterstützung zum Gelingen dieses Formates beigetragen haben!

Fazit: Bedeutung und Wirkung der Woche des Schutzwaldes 2026

Die Woche des Schutzwaldes 2026 war mehr als eine Veranstaltungsreihe – sie war ein sichtbares Bekenntnis zum Schutzwald.

Für die Zukunft hat sich das BMLUK viel vorgenommen:

  • Weitere Forcierung dieses Formats.

  • Ausbau der interaktiven Elemente zur Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung.

  • Weiterentwicklung von digitalen Komponenten und Wissensplattformen.

  • Stärkere Gewichtung der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer.

  • Vernetzung wichtiger Kooperationspartner zur Stärkung des Schutzwaldes.

  • Weiterentwicklung von Strategien für die Praxis.

Mit der klaren Botschaft, dass „Wald uns schützt“ und dass Schutzwald als gesellschaftliche Aufgabe verstanden werden muss, hat die Woche des Schutzwaldes 2026 ein wichtiges Signal gesendet.

Angesichts des großen Erfolges und der positiven Resonanz, wird dieses Format der "Woche des Schutzwaldes" auch im nächsten Jahr 2027 mit allen Kooperationspartnern initiiert. Die nächste Bundesschutzwaldplattform und ein Publikumstag in einem Bundesland werden in den Jahren 2027/2028 stattfinden.

Denn nur „Gemeinsam“ kann der Schutzwald in Österreich gestärkt und die Zukunft nachhaltig mitgestaltet werden.

Veröffentlicht am 14.10.2026