Was im vergangenen Jahr mit dem Pflanzen junger Bäume begonnen hat, wird heuer fortgesetzt: Die dritten Klassen der Volksschule Bad Goisern besuchten im Rahmen eines Wandertages die von ihnen im Vorjahr im Schutzwald gepflanzten Bäumchen.
Initiiert wurde das Projekt 2025 vom Schutzwaldzentrum mit der Wildbach- und Lawinenverbauung gemeinsam mit der KLAR! Inneres Salzkammergut im Rahmen der „Woche des Schutzwaldes“. Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, bei der nächsten Generation ein Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes und Naturgefahren zu schaffen. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der damaligen zweiten Klassen der Volksschule Bad Goisern wurden zahlreiche junge Bäume entlang des Pötschenbaches gepflanzt. Die Kinder übernahmen damit gleichzeitig eine ganz besondere Patenschaft: Sie können die Entwicklung „ihrer“ Bäume über mehrere Jahre hinweg beobachten.
Besuch der gepflanzten Bäume
Beim diesjährigen Besuch zeigte sich, dass sich viele der jungen Bäume sehr gut entwickelt haben. Andere hingegen hatten deutlich mehr zu kämpfen. Der trockene und heiße Sommer stellte die jungen Pflanzen vor große Herausforderungen. Nicht alle Bäumchen haben das vergangene Jahr überstanden. Auch das gehört zur Realität einer nachhaltigen Schutzwaldbewirtschaftung und wurde mit den Kindern thematisiert. Einen stabilen und widerstandsfähigen Schutzwald aufzubauen, braucht Zeit, Geduld und Pflege. Trotz einiger Ausfälle war die Freude bei den Kindern groß, denn sie konnten sehen, was aus ihrer Pflanzaktion geworden ist.
Einblick in den Gefahrenzonenplan
Neben dem Wiedersehen mit „ihrem“ Schutzwald gab es für die Kinder noch einen weiteren Programmpunkt: den Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung.
Auf spielerische Weise lernten die Schülerinnen und Schüler, was es mit den verschiedenen Gefahrenzonen und Bereichen auf sich hat und welche Bedeutung diese für Menschen und Siedlungsräume haben. Naturgefahren wie Wildbäche und Lawinen lassen sich nicht immer verhindern – umso wichtiger sind vorausschauende Planung, geeignete Schutzmaßnahmen und ein gesunder, stabiler Schutzwald.