Umsetzung

Im Aktionsprogramm Schutzwald sind zehn Leuchttürme für einen stabilen, zukunftsfitten, klimafitten und gesellschaftlich anerkannten Schutzwald definiert. Dort und in den vier Zielkorridoren

1. Schutzwald zukunftsfit machen
2. Gemeinsam mehr für den Schutzwald erreichen
3. Bewusstsein für den Schutzwald stärken
4. Schutzwald attraktiv machen

sind insgesamt 35 Meilensteine als konkrete Umsetzungsschritte festgeschrieben, die bis 2024 laufend abgearbeitet werden.

  • Leuchtturm: Schutzwald beobachten und erforschen

    Umfassendes Wissen über die strukturellen und standörtlichen Anforderungen der Schutzwaldpflege setzt eine angewandte und ausreichend dotierte Schutzwaldforschung mit entsprechenden Spezialisierungen voraus. Es sind dafür Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Waldökosysteme, Forsttechnik, Forstgenetik, forstliche Bioklimatologie und Forsthydrologie sowie Risikomanagement erforderlich.

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  • Leuchtturm: Schutzwald planen und entwickeln

    Öffentlich zugängliche und parzellenbezogene Informationen über die Schutzwälder in Österreich ermöglichen die Planung von effektiven Maßnahmen. Flächenhafte Geoinformationen erlauben zudem eine risikobezogene Bewertung und damit Prioritätensetzung für Investitionen. Die Planungen werden laufend den natürlichen und gesellschaftlichen Änderungen angepasst und Maßnahmen weiterentwickelt.

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  • Leuchtturm: Schutzwald erhalten und wiederherstellen

    Um den Einwirkungen von Elementargefahren und Klimaänderungen standhalten zu können, benötigen Schutzwälder eine intensive standortangepasste Pflege. Mangelnde Pflege und Extremereignisse wie Lawinen, Sturm, Waldbrand und Käfer können Schutzwälder letztendlich zerstören und ihre Wirkung für Jahrzehnte außer Kraft setzen. In diesen Fällen ist eine rasche Wiederherstellung der Schutzwirkung erforderlich.

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  • Leuchtturm: Schutzwald erleben, nutzen und schonen

    Schutzwälder sind zugleich sensible Ökosysteme, Holzressource, Schongebiete für natürliche Ressourcen, sowie Zonen für Tourismus, Freizeitnutzung und die Jagd. Diese Funktionen und Nutzungsansprüche können mit der Schutzwirkung in Konflikt kommen. Eine Überbelastung durch all diese Nutzerinnen und Nutzer gefährdet die Wirkung der Schutzwälder. Es ist daher eine großflächig abgestimmte und nachhaltige Nutzungsplanung und Lenkung erforderlich.

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  • Leuchtturm: Schutzwald regional gestalten und überregional vernetzen

    Die nachhaltige Pflege von Schutzwäldern und die Lösung von Nutzungskonflikten erfordert die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure. Gute Zusammenarbeit erfordert freiwillige oder vertragliche Kooperationsformen mit klaren Rechten und Pflichten der Partnerinnen und Partner. Ein wichtiger Bestandteil ist die forstfachliche Begleitung von Pflege- und Verjüngungsmaßnahmen durch zum Beispiel Forstdienste, Landwirtschaftskammern, Vereine und Vermarktungsorganisationen.

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  • Leuchtturm: Schutzwald anerkennen und kommunizieren

    Die Schutzwirkung des Waldes ist vielen Menschen nicht bewusst oder gänzlich unbekannt. Der gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Wert der Schutzwirkung des Waldes wird oft nur auf lokaler Ebene wertgeschätzt. Es ist viel Bewusstseinsbildung  erforderlich, um die Bedeutung des Schutzwaldes für die Sicherheit des Siedlungs- und Wirtschaftsraums, den Tourismus sowie die Land- und Forstwirtschaft bekannt zu machen.

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  • Leuchtturm: Schutzwald lernen und begreifen

    Die umfassende Behandlung und Pflege von Schutzwäldern erfordert sowohl interdisziplinäres Wissen als auch hohe Spezialisierung. In den österreichischen Regionen soll ausreichend Fachpersonal zur Verfügung stehen. Gezielte und hochwertige Ausbildung sichert lokale Arbeitsplätze, land- und forstwirtschaftliche Dienstleistungen, und schafft Wertschöpfung vor Ort.

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  • Leuchtturm: Schutzwald einfach verwalten und gestalten

    Im Zusammenhang mit dem Schutzwald gibt es komplexe Rechtsnormen und Behördenverfahren. Auflagen und Einschränkungen bei der Bewirtschaftung und bei verschiedenen Nutzungen stellen die Schutzwirkung sicher. Die langfristige Erhaltung der Schutzfunktion der österreichischen Wälder hat höchste Priorität. Ziel ist es, für alle Akteure im Schutzwald eine regionale Anlaufstelle für Beratung mit Verfahrenskonzentration anzubieten.

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  • Leuchtturm: Im Schutzwald investieren und wirtschaften

    Die Erhaltung der Schutzwirkung des Waldes erfordert eine intensive, wirtschaftlich teilweise aufwendige Pflege und Verjüngung, die meist aus dem Holzerlös nicht gedeckt werden kann. Um die Maßnahmen im Schutzwald zukünftig attraktiver zu machen und der Herausforderung Klimawandel entgegenzuwirken, sind neue Modelle der Finanzierung und Förderung zu entwickeln sowie die Rahmenbedingungen für die Bewirtschaftung zu verbessern.

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  • Leuchtturm: Schutzwald in Wert setzen

    Der Wert von Maßnahmen im Schutzwald ergibt sich auch aus der gesellschaftlichen Anerkennung der Waldleistungen. Die Schutzwaldbewirtschaftung sollte als Verantwortung der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer und Verpflichtung aller Stakeholder gesehen werden, sodass besonders Begünstigte die Leistungen des Waldes zum Schutz des Eigentums und Lebensraums anerkennen. Ziel ist es, einen intakten Schutzwald als Symbol für hohe Sicherheit in der Region zu verankern.

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