Leuchtturm: Schutzwald anerkennen und kommunizieren

Die Schutzwirkung des Waldes ist vielen Menschen nicht bewusst oder gänzlich unbekannt. Der gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Wert der Schutzwirkung des Waldes wird oft nur auf lokaler Ebene wertgeschätzt. Es ist viel Bewusstseinsbildung  erforderlich, um die Bedeutung des Schutzwaldes für die Sicherheit des Siedlungs- und Wirtschaftsraums, den Tourismus sowie die Land- und Forstwirtschaft bekannt zu machen.

Die Meilensteine und deren Umsetzungsjahr (in Klammer) in diesem Leuchtturm:

Ein Österreichischer Schutzwaldpreis wird zum ersten Mal verliehen (2021)

De Rahmenbedingungen sowie Zielsetzungen für den Schutzwaldpreis, der besondere Anstrengungen würdigt, werden festgelegt. Unter anderem sollen die Synergien und Erfahrungen aus der bestehenden BMLRT-Initiative des "Staatspreises für vorbildliche Waldwirtschaft" genutzt werden. Der Start für den ersten Aufruf von Beiträgen soll im Frühjahr 2021 sein. Die Überreichung soll voraussichtlich im Herbst 2021 stattfinden. 

Qualitätsgesicherte Lehrmittel zum Thema Schutzwald und Naturgefahren werden den Schulen zur Verfügung gestellt (2021)

Um auch Schülerinnen und Schüler über die Themen Schutzwald und Naturgefahren zu informieren, sind zielgerichtete Lehrmittel im allgemeinen Schulsystem von hoher Bedeutung. Gerade die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zum gegenständlichen Thema sind erforderlich, um die Bedeutung des Schutzwaldes für die Sicherheit des Siedlungs- und Wirtschaftsraums, den Tourismus sowie die Land- und Forstwirtschaft bewusst zu machen. Den verantwortlichen Akteuren wird die Bedeutung des Schutzwaldes erläutert, und Konzepte für Lehrmittel werden gemeinsam erstellt. Es sollen Vorbilder wie die Waldpädagogik und der Biber Berti genutzt werden. Die Finanzierung ist bereits im Jahr 2020 sicher zu stellen, um im Jahr 2021 die beauftragten Lehrmittel zu produzieren und den Schulen zur Verfügung zu stellen.

Medienkampagne ist durchgeführt (2020)

Als erster Schritt in diesem Meilenstein, sollen Social Media Kanäle genutzt werden, um die Themen Schutzwald und Naturgefahren zu vernetzen und einer breiten Zielgruppe zu kommunizieren. Dabei bekommt der bestehende Kanal "Unser Wald" eine Stimme, um Wissen und Informationen rasch zu veröffentlichen. Weiters wird eine bundesweite und regionale Durchführung einer Medienkampagne über die Schutzwirkung des Waldes und die Auswirkungen des Klimawandels angestrebt. Dazugehörige Konzepte zu Bild- und Textmaterial, werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Akteuren zusammengeführt. Ziel sind einfache und verständliche Botschaften.

Der öffentliche Schutzwalddialog in Form einer jährlichen Veranstaltung pro Bundesland ist institutionalisiert (2021)

Ziel ist die Fortführung des gesellschaftlichen Diskurses über den Schutzwald im Rahmen öffentlicher Bundes- und Länderschutzwaldplattformen sowie des Österreichischen Walddialoges. Öffentlichkeitswirksame Formate, wie zum Beispiel Schutzwaldpatenschaften und Schutzwaldsponsoring Modelle, werden weiterentwickelt. Außerdem ist die Etablierung eines österreichischen Schutzwaldpreises in Abstimmung mit bestehenden Initiativen von Bedeutung. Sämtliche Stakeholder werden eingebunden, um Synergien nutzen zu können. Der Schutzwalddialog wird regional durchgeführt.

Freiwilliges Umweltjahr im Schutzwald wird angeboten (2023)

Um das Bewusstsein für den Schutzwald zu stärken und zu kommunizieren, sowie eine Verbesserung der Schutzwaldflächen zu erreichen, ist ein freiwilliges Umweltjahr geplant. Unter Einbindung sämtlicher Stakeholder wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese wird ein Konzept erstellen, um sämtliche Inhalte und Ziele zu definieren. Durch aktives Bewerben des freiwilligen Umweltjahres soll der Dienst an der Gesellschaft gestärkt werden.

Veröffentlicht am 05.01.2021, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)