Woche des Schutzwaldes 2026: Fachexkursion in das Flächenwirtschaftliche Projekt Brentenkogl

Im Rahmen der „Woche des Schutzwaldes 2026“ veranstaltete die Wildbach- und Lawinenverbauung Sektion Oberösterreich am 8. Oktober eine Fachexkursion in das Flächenwirtschaftliche Projekt Brentenkogl in der Gemeinde Ebensee.

40 Jahre Erfahrung in der Schutzwaldbewirtschaftung

Seit rund 40 Jahren setzt die Wildbach- und Lawinenverbauung in Oberösterreich Projekte um, in denen der Wald als nachhaltiger Schutz vor Naturgefahren im Vordergrund steht – sogenannte Flächenwirtschaftliche Projekte.

Am Brentenkogl besteht aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Der Südabhang ist durch Waldlawinen, Erosion und Steinschlag geprägt. Betroffen sind insbesondere die Ortsteile Kohlstatt und Unterlangbath, die Langbathsee-Landesstraße (L 1297) sowie mehrere Freileitungen der Energie AG.

Bereits seit 1987 werden im Projektgebiet Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt. Diese umfassen sowohl flächenwirtschaftliche Maßnahmen als auch ergänzende technische Schutzmaßnahmen. Ziel ist es, die natürliche Schutzwirkung des Waldes gezielt zu stärken und gleichzeitig dort technische Maßnahmen einzusetzen, wo sie zur Ergänzung und Sicherstellung des erforderlichen Schutzes notwendig sind.

Die Fachexkursion in das Flächenwirtschaftliche Projekt Brentenkogl bot Einblicke in die Planung und praktische Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzwirkung des Waldes und veranschaulichte zugleich die langjährige Entwicklung des Projekts vor Ort. Vertreterinnen und Vertreter des Landes, des zuständigen Ministeriums, der Marktgemeinde Ebensee, der Österreichischen Bundesforste sowie der Bezirksforstinspektionen nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Besichtigung der umgesetzten Maßnahmen. Dabei wurde eindrucksvoll aufgezeigt, dass der Schutz der Bevölkerung durch gezielte Schutzwaldbewirtschaftung eine langfristige Aufgabe ist. Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen entwickelt sich über viele Jahre und erfordert Beobachtung, Pflege und Anpassung.

Veröffentlicht am 09.10.2026

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