Neuer Stack-Modus im WALDATLAS: Benutzerfreundliche Kartensteuerung und "Meine Karten" speichern

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des WALDATLAS steht den Nutzerinnen und Nutzern ab sofort ein neues Feature zur Verfügung: der Stack-Modus. Dieser verbessert die Übersichtlichkeit bei der Arbeit mit Basis-, Fach- und Überlagerungskarten und schafft gleichzeitig die technische Grundlage für die neue Funktion „Meine Karten“.

Mehr Übersicht durch den neuen Stack-Modus

Der Stack-Modus wurde entwickelt, um die Verwaltung des Kartenkataloges und die Kombination von Kartenebenen deutlich benutzerfreundlicher zu gestalten. Nutzer und Nutzerinnen können einzelne Überlagerungskarten nun einfacher sortieren und nach Bedarf anordnen. Gleichzeitig können zahlreiche Kartendarstellungen flexibel miteinander kombiniert werden, wodurch neue Perspektiven für die Bearbeitung geofachlicher Fragestellungen ermöglicht werden. Zahlreiche räumliche Anwendungsfälle lassen sich dadurch noch gezielter bearbeiten.

Die Kartensteuerung ist in folgende Bereiche gegliedert:

  • Fachkarte: Diese Karte ist ausgewählt und definiert den thematischen Rahmen der Kartenansicht.
  • Sichtbare Karten: Angezeigt werden alle aktivierten Karten, die vorab oder zusätzlich ausgewählt wurden.
  • Detailkarten: Dieser Bereich ermöglicht die Auswahl zusätzlicher Fachkarten. Diese können flexibel zur Darstellung hinzugefügt werden.
  • Darüber hinaus schlägt der WALDATLAS „empfohlene Karten“ vor. Diese stehen in fachlichem Zusammenhang mit der jeweils ausgewählten Hauptkarte und unterstützen Nutzerinnen und Nutzer dabei, relevante Informationen schneller zu finden und sinnvoll zu kombinieren.
  • Über die Funktion „Karte hinzufügen“ können weitere Karten aus dem Geodatenkatalog ausgewählt werden.
  • Bei Bedarf kann jede ausgewählte Karte (mit Ausnahme der als Basis definierten Fachkarte) wieder entfernt werden.

Für jede Basis- und Fachkarte lassen sich Transparenz und Sortierung individuell gestalten. Das Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Übersichtlichkeit und Handhabung des Kartendienstes.

„Meine Karten“ – Individuelle Kartenprojekte speichern und teilen

Der neue Stack-Modus bildet zugleich die technische Grundlage für das neue Feature „Meine Karten“.

Um neue Projekte anzulegen, muss eine Fachkarte aus dem „KARTENKATALOG“ ausgewählt werden. Anschließend können individuelle Kartenkombinationen erstellt, Geodaten importiert und das Digitalisierungstool genutzt werden, um ein maßgeschneidertes Geodatenprojekt aufzubauen.

Die Karten werden ausschließlich im lokalen Speicher des User-Gerätes in einem eigenen Dashboard gespeichert. Wird der WALDATLAS später wieder mit demselben Gerät geöffnet, lassen sich die gespeicherten Kartenprojekte jederzeit erneut öffnen und weiterbearbeiten.

Ein weiterer Vorteil: Die gespeicherten Projekte können unkompliziert exportiert (Format: style.json) und mit anderen Anwenderinnen und Anwendern geteilt werden. Eigene Kartenzusammenstellungen, Analysen und Digitalisierungen lassen sich dadurch einfach weitergeben und gemeinsam nutzen.

Mit diesem innovativen Feature werden serviceorientierte Möglichkeiten zum Speichern und Übertragen von Geodatenprojekten geschaffen.

Verbesserte 3D Performance

Neben dem klassischen 2D können alle Fachkarten auch dreidimensional dargestellt werden. Neu ist die Möglichkeit, auch im 3D-Modus Tooltips mit detaillierten Attributinformationen aufzurufen.

Weiters können auch erstellte Digitalisierungen aus dem zweidimensionalen Modus in der interaktiven 3D-Ansicht angezeigt werden. Diese Darstellungsform unterstützt und vertieft das Verständnis für räumliche Visualisierungen.

Auf diese Weise trägt der WALDATLAS dazu bei, ein digitales Bewusstsein für den Wald und seine vielfältigen Ökosystemleistungen gezielt zu vermitteln.

Gelebte Governance durch gemeinsame Datennutzung

Mit den neuen Funktionen unterstützt die Geodatenplattform WALDATLAS nicht nur eine effizientere Arbeitsweise, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Stakeholdern. Die Möglichkeit, individuelle Kartenprojekte zu speichern, wiederzuverwenden und auszutauschen, fördert eine transparente und nachvollziehbare Nutzung von Geodaten. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zu einer modernen und praxisorientierten Governance.

Ausblick

Die Weiterentwicklung des WALDATLAS wird auch in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der weiteren Optimierung der Performance sowie der Bereitstellung und einfachen Weitergabe frei zugänglicher Geodatensätze, um die Nutzung und Analyse räumlicher Daten noch effizienter und anwenderfreundlicher zu gestalten.

Ein weiterer Entwicklungsschritt ist die Umsetzung eines Offlinemoduls. Dieses soll es ermöglichen, ausgewählte Karten und Projekte auch ohne Internetverbindung zu nutzen und damit den Einsatz des WALDATLAS insbesondere bei Erhebungen im Gelände wesentlich erleichtern. Zusätzlich werden einige Fachkarten mit einem Regler für Zeitreihen ausgestattet.

Das Leitthema des Jahres 2027 ist jedoch die Entwicklung eines innovativen KI-Moduls. Ziel ist es, Methoden der Künstlichen Intelligenz für die Analyse räumlicher Geodaten nutzbar zu machen. Dadurch sollen komplexe Zusammenhänge schneller erkannt und raumbezogene Auswertungen unterstützt werden. Somit werden neue Entscheidungsgrundlagen für Wald, Raumplanung und das Ökosystemmanagement geschaffen.

Mit diesem Schritt setzt der WALDATLAS einen wichtigen Impuls für die nächste Generation intelligenter Geodatenanwendungen.

Autoren: Alexander Starsich (BMLUK, Abt. III/4), Christian Kaltenhauser (WLV Fachzentrum für Naturgefahreninformation und Wissensmanagement)

Veröffentlicht am 17.09.2026

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