Zielsetzungen des Zentrum

Die Kooperationspartner haben einige Zielsetzungen für das Schutzwaldzentrum definiert. Diese werden laufend angepasst und ergänzt. Zentrale Aufgabe sind die Aus- und Weiterbildung sowie die Kompetenz- und Wissensbündelung.

In ihrer Absichtserklärung zum Schutzwaldzentrum haben die vier Kooperationspartner wichtige Zielsetzungen definiert. Diese beinhalten unter anderem:

  • Aufbau von berufsbegleitenden, praxisorientierten, postgradualen und pädagogischen Bildungs- und Trainingsangeboten zu den Themenblöcken Schutzwald, Naturgefahrenmanagement, nachhaltige Bergwaldwirtschaft, Biodiversität in alpinen Waldökosystemen, Jagdbetrieb in Schutzwäldern, Einzugsgebietsbewirtschaftung, Landschafts- und Ingenieurbau Wald und Wasser, Bergwald und Tourismus sowie Klimaanpassung für Waldökosysteme mit Schutzfunktion.

 

  • Schwerpunktsetzung: Informationsbereitstellung, Aus- und Weiterbildung, Beratung und Bewusstseinsbildung, Wissensbündelung und Technologietransfer.

 

  • Aufbau und Betreuung von Modellschutzwaldflächen auf Standorten der Österreichischen Bundesforste AG im Höllengebirge zur Vermittlung der Auswirkungen des Klimawandels auf Bergwaldökosysteme, der alpinen (Schutz)Waldentwicklung sowie die nachhaltige Bergwaldwirtschaft, als Naturlaboratorium und als Trainingsgebiet für praktische Ausbildungslehrgänge.

 

  • Aufbau und Betreuung eines Modell-Wildbacheinzugsgebiets zur Vermittlung der geologischen, hydrologischen, hydraulischen, forst- und bautechnischen Zusammenhänge unter natürlichen Bedingungen, als Naturlaboratorium und als Trainingsgebiet für praktische Ausbildungslehrgänge.

 

  • Entwicklung eines praxisbezogenen Aus- und Weiterbildungsprogramms und -angebots für die besondere Qualifikation und Spezialisierung von Arbeitskräften und Experten/innen im Schutzwald, in Kooperation mit der Forstlichen Bildungsstätte, den Forstfachschulen, der Universität für Bodenkultur sowie den Bundesländern.

 

  • Drehscheibe für schutzwaldbezogene Beratungsleistung, Wissensvermittlung und Technologietransfer für die Ziel- und Stakeholdergruppen, insbesondere für Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer, Forstdienste und Infrastrukturbetreiber – im In- und Ausland.

 

  • Aufbau und Betreuung der zentralen öffentlichen Wissens- und Informationsplattform schutzwald.at (im WEB und Social Media) in Kooperation mit dem Forstsektor, den Bundesländern sowie den Partnern des Schutzwaldzentrums.

 

  • Aufbau eines pädagogischen Bildungsangebots für Kinder und Jugendliche (Schulen) zum Thema Bergwald, Naturgefahren und Schutzwirkung des Waldes, mit Schwerpunktprogramm „Biber Berti“ im Rahmen der geplanten Begegnungszone am Waldcampus.

 

  • Etablierung eines Schutzwald-Tagungszentrums am Waldcampus Österreich.

 

  • Bereitstellung des Sitzes des Schutzwaldvereins Österreich.

 

  • Förderung des kulturellen Erbes der Schutzwälder in Österreich.
Veröffentlicht am 01.09.2020, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)