Status quo zur Hinweiskarte der potentiellen Standort- und Objektschutzwälder in Österreich

Die Grundlage für die Planung von Maßnahmen im Schutzwald sind flächenhafte Geoinformationen. Vom BMLRT wird derzeit in Kooperation mit den Landesforstdirektionen (LFD) und dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW),  eine Karte der potentiellen Standort- und Objektschutzwälder erstellt.

Die Geodaten werden nach Evaluierung, in einem Web-basierten GIS System öffentlich publiziert.

Öffentlich zugängliche, parzellenbezogene Informationen über Schutzwälder erhöhen die Rechts- und Planungssicherheit für Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer, Behörden und Schutzbegünstigte. Eine risikobezogene Bewertung der Schutzfunktion ermöglicht eine Prioritätensetzung für Planung, Investition, Schutzwaldförderung und Bewirtschaftung. Es ist wichtig, die Planungen laufend den natürlichen und gesellschaftlich bedingten Änderungen anzupassen und die Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Im Jahr 2020 wird unter Bezug auf das "Aktionsprogramm Schutzwald", als einer der ersten Meilensteine eine bundeseinheitliche, harmonisierte, parzellenbezogene Plandarstellung der Objektschutzwälder und der Kulisse möglicher Standortschutzwälder, in einem geografischen Informationssystem öffentlich angeboten.

Notwendige Adaptierungen werden durch die zuständigen Landesforstdirektionen, in Abstimmung mit der Wildbach- und Lawinenverbauung durchgeführt.

Aufbauend auf diesem fundierten Kartenwerk werden im Jahr 2021 räumlich differenzierte Ausweisungen von Projektflächen - mit Darstellung des „dringenden Sanierungsbedarfes“ angestrebt. Die Darstellung der Schutzwaldflächen kann in weiterer Folge für die Erstellung von Landesschutzwaldkonzepte herangezogen werden.

Veröffentlicht am 13.03.2020, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)